Weil, Thomas "2 x Dreieck-, Quadrat- u. Fünfeck-Punktraster"


Weil, Thomas "2 x Dreieck-, Quadrat- u. Fünfeck-Punktraster"

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2016, Öl auf Leinwand, 150 x 150 cm | konstruktiv - floral - konstruktiv "Seit Anfang der 70iger Jahre entwickle ich konstruktive Kompositionen auf komplexen gerasterten Ordnungsprinzipien. Ihre Konzeption erlaubt mir, geometrische Formen wie das regelmäßige Viereck, Fünfeck, Sechseck und Achteck zueinander zu ordnen. Drei Jahrzehnte lang habe ich damit vor allem die konstruktiven Möglichkeiten des Achtecks ausgeschöpft und zu flächigen und streifigen Kompositionen ausgearbeitet. Danach folgten mehrere Jahre florale Kompositionen. Ich gab dem Reiz nach, die bisherige Praxis strenger Geradlinigkeit in weiche Sinusschwünge zu überführen. Der Gewinn war eine unvorhersehbare Freiheit in Komposition und Colorit. Aus diesen beiden Komponenten und dem Wunsch nach Reduktion erwuchs ab 2012 die Sicherheit, meine früheren geometrischen Konstruktionen floral zu überarbeiten. Den Bildaufbau bestimmt nun das bis dahin gemiedene regelmäßige Dreieck in Verbindung mit Viereck-, Fünfeck- und Sechseckformen. Für die Anordnung dieser vier regelmäßigen Formen entwickelte ich neue geometrische Raster. Entscheidend ist dabei, sie in ihren regelmäßigen Formen nicht zu verletzen, denn sie stellen so einen uralten, im Unbewussten verankerten Wunsch nach Vollkommenheit dar. Ich stelle mich diesem Wunsch und die daraus entstehenden Werke sind meine Antwort auf die Inhaltsfrage in der gegenstandsfreien Kunst. Die Raster entwickle ich aus islamischen, europäischen und eigenen Vorlagen. Sie werden linear konstruiert und in Punktraster umgewandelt. Diese neuen Punktraster unterscheiden sich von ihren zugrundeliegenden Linienrastern formal total. Aus Geschlossenheit wird Offenheit, aus konstruktiver Enge wird Andeutung. Der zugrundeliegende Inhalt, die vier regelmäßigen Formen in Punktform, erscheint spielerisch angedeutet, ist aber präzise gesetzt. Der Punkt selbst ist entstanden aus der Kreisform des Archetyps Sonnensymbol. Er ist für mich sowohl der Prototyp des Floralen und in seiner Funktion als Schnittpunkt zugleich Prototyp des Konstruktiven. Mit ihm habe ich meine Synthese von Konstruktiv und Floral gefunden". Thomas Weil, 2017

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