Piller, Peter "Regionales Leuchten"


Piller, Peter "Regionales Leuchten"

350,00
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2005, Postkartensatz mit 10 Karten in einem Pappfolder. Postkartenformat: 10,5 x 14,8 cm, Edition der Griffelkunst-Vereinigung, Hamburg | Archive zählen zu den zentralen Themen in der Kunst des 20. Jahrhunderts: von der Lust am Sammeln bis zum wissenschaftlichen Vergleich, von der Aufgabe des Erinnerns bis zum Problem der Speicherung. Eines der zentralen Medien der Archivierung ist und bleibt dabei die Photographie. Sie entscheidet wie kein anderes Medium darüber, wie das Bild aussieht, das man sich von einer Zeit macht, von der Gegenwart genauso wie von der Vergangenheit. Nach einer Euphorie des Sammelns und Archivierens werden Archive seit den 1960er Jahren zunehmend kritisch reflektiert. Heute ist die künstlerische Praxis des Archivierens eher als eine Bewegung der Nicht-Archivierung, des Überschreibens und damit der Aneignung von bestehenden Archiven zu verstehen. So auch bei Peter Piller, der sich aus dem Bildfundus von Regionalzeitungen bedient. Der Künstler gibt nicht nur den Photographien von lokalen Ereignissen eine neue Bedeutung. Indem er die Ordnung des unbewussten Bildarchivs durcheinander bringt, spielt er auch mit den Sehgewohnheiten, nach denen Bilder im Alltag wahrgenommen werden. Während man immer schon meint zu wissen, wie eine Photographie zu verstehen ist, werfen Pillers Bilder die Frage nach dem eigentlich Gemeinten und damit nach der Konstruktion von Bedeutung auf.

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